Nimm einen Stift zwischen Daumen und Zeigefinger, spüre sein Gewicht und die kühle Oberfläche. Atme vier Zählzeiten ein, sechs aus, und bewege den Stift minimal synchron zum Atem. Diese feine Haptik bindet Aufmerksamkeit sanft an den Körper, ohne dich zu überfordern. Nach acht Atemzügen fühlst du mehr Boden unter den Füßen. Notiere ein Stichwort, das deine Absicht beschreibt. Dieser Anker wird mit jeder Wiederholung wirksamer und lässt sich überall unauffällig nutzen.
Setz dich vorn auf die Stuhlkante, Füße geerdet. Einatmen: Schultern zu den Ohren, ausatmen: fallen lassen. Zweimal wiederholen. Dann eine sanfte Drehung nach rechts und links, jeweils drei Atemzüge, der Blick weich. Abschließend den Nacken lang machen, Kinn leicht senken. Achte auf Wärme in den Schultern und Raum im Brustkorb. Dieses Mini-Programm löst Spannungen, hebt die Stimmung und passt problemlos zwischen zwei Telefonate.
Lege ein kleines Notizkärtchen bereit. Schreibe eine einzige Zeile: Was verdient im nächsten Abschnitt deine beste Energie und warum? Vermeide Listen, bleibe bei einem klaren Satz. Durch das handschriftliche Formulieren entschleunigt sich das Denken, Prioritäten werden fühlbar. Lies den Satz lautlos, atme tief, und lege die Karte sichtbar hin. Dieses konkrete, analoge Versprechen verhindert Zerstreuung und schenkt dir ein stilles, verbindliches Startsignal für die anstehende Aufgabe.
Steig zwei Etagen zügig hinauf, atme durch die Nase, lehne dich oben ans Geländer, atme zweimal lang aus, geh wieder hinunter. Wiederhole das Intervall ein zweites Mal. Spüre, wie Wärme in die Beine kommt und der Kopf klarer wird. Kein Telefon, keine E-Mails, nur Rhythmus. Wenn du willst, zähle die Stufen als leichte Konzentrationsübung. Schon vier Minuten reichen, um Nachmittagstiefs zu durchbrechen und dich anhaltend zu fokussieren.
Gehe langsam an allen Pflanzen im Büro vorbei. Prüfe Erde, richte Blätter aus, wische behutsam Staub ab. Achte auf Farben, Formen und Gerüche. Diese leise Fürsorge bündelt Aufmerksamkeit und vermittelt Zugehörigkeit zum Raum. Vielleicht bemerkst du, wie sich der Atem vertieft und dein Blick weicher wird. Erzähle später im Team, welche Veränderungen dir auffielen. So wird Fürsorge zur gemeinsamen Kultur, nicht zur Einzelaufgabe, und die Pause erhält Sinn.
Stell dich ans Fenster, fokussiere einen weit entfernten Punkt, dann einen mittelnahen, schließlich deine Fingerspitze. Wiederhole den Wechsel achtmal. Blinzle weich, entspanne den Kiefer, löse die Stirn. Dieser einfache Wechsel trainiert Akkommodation und entlastet vom Nahfokus. Nach zwei Minuten fühlt sich das Gesicht freier an, Kopfdruck sinkt. Notiere, wie deine Lesegeschwindigkeit danach wirkt. Viele berichten, dass komplexe Texte plötzlich leichter fließen, weil die Augen spürbar entspannter arbeiten.
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